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Termine

Seminar (Modul 1) "Betrieb von Regenüberlaufbecken"
Donnerstag, 11. April 2019 in Villingen-Schwenningen

Seminar (Modul 2) "Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken"
Donnerstag, 18. Juli 2019 in Heilbronn

Seminar (Modul 3) "Spezialseminar Regen- und Mischwasserbehandlung für Betreiber und Ingenieurbüros"
Donnerstag, 07. November 2019 in Stuttgart

4. Expertenforum RÜB
Dienstag, 26. Februar 2019 in Stuttgart

Sonder-Nachbarschaft RÜB
Juni und Juli 2019

RÜB Übersichtsflyer mit Anmeldeformular Flyer

Publikationen

Ein Interview mit Dipl.-Verww. André Hildebrand, Geschäftsführer des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg, und Dr.-Ing. Ulrich Dittmer, Sprecher des Projekts RÜB-Baden-Württemberg.

Durchgeführt von Frau Susanne Hartwein (Neu-Ulm)

RÜB-Baden-Württemberg: Ein Erfolgsmodell auf dem Weg zur Optimierung der Mischwasserbehandlung

Die Reinigungsleistung von Kläranlagen ist heute besser denn je. Für einen optimalen Gewässerschutz spielt jedoch auch der ordnungsgemäße Betrieb der vorgeschalteten Kanalisation mit ihren Regenüberlaufbecken eine zentrale Rolle. Um hier die meist kommunalen Betreiber der Anlagen bei dieser komplexen Aufgabe zu unterstützen, wurde das Projekt RÜB-Baden-Württemberg (RÜB-BW) auf gemeinsame Initiative des Umweltministeriums und des DWA-Landesverbandes ins Leben gerufen. Im Interview wurde nachgefragt, welche Ziele dabei im Mittelpunkt stehen und was sich durch das Projekt bislang verändert hat.

Unser Hauptgeschäftsführer und Präsident Roger Kehle hat erst kürzlich betont, dass die Arbeit der Wasserwirtschaft viel zu sehr im Verborgenen stattfindet und daher stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden muss. Das Projekt RÜB-BW besteht inzwischen seit drei Jahren. Was war der Anlass für die Gründung dieser Initiative?

André Hildebrand: Um die Speicherkapazitäten des Mischwasser-Kanalsystems in Baden-Württemberg zu erhöhen, hat man in den 80er und 90er Jahren verstärkt Regenüberlaufbecken - kurz RÜB - gebaut. In den vom DWA-Landesverband organisierten Nachbarschaftstreffen der Kanalnetzbetreiber wurde jedoch immer deutlicher, dass fundierte Kenntnisse über den ordnungsgemäßen Betrieb dieser Anlagen kaum vorhanden waren und damit die Gefahr unkontrollierter Entlastungen der Becken in die Gewässer einherging. Im Hinblick auf den in der EU-Wasserrahmenrichtlinie geforderten guten ökologischen Zustand war klar, dass wir nach der erreichten guten Reinigungsleistung der Kläranlagen uns nun auch um die RÜBs würden kümmern müssen.

Das Umweltministerium ist im Rahmen von RÜB-BW ja in der Rolle, die gesetzlichen Grundlagen zur Erreichung dieses Ziels zu schaffen. Auf welche Aufgaben konzentriert sich der DWA-Landesverband im Rahmen des Projekts?

André Hildebrand: Zunächst war es uns wichtig, die Betreiber für die Wahrnehmung ihrer Verantwortung für den ordnungsgemäßen Betrieb der RÜB zu sensibilisieren. Dazu haben vor allem auf unser seit Jahrzehnten bewährtes Modell der Kläranlagen- und Kanal-Nachbarschaften in Baden-Württemberg zurückgegriffen und deshalb zeitgleich mit der Gründung von RÜB-BW die Sonder-Nachbarschaften RÜB – Messen, Bewerten und Optimieren ins Leben gerufen. Dort findet in kleinen Gruppen von 20 bis 25 Personen ein sehr intensiver fachlicher Austausch statt.

Ulrich Dittmer: Hier möchte ich noch ergänzen, dass das Wissen über RÜB nicht nur in der Praxis, sondern in der gesamten Wasserwirtschaft in nicht ausreichendem Maße vorhanden war. RÜB-BW versteht sich daher als eine bislang einzigartige Wissensplattform, die allen beteiligten Akteuren aus Hochschule und Verwaltung, den Betrieben, der Industrie und planenden Ingenieurbüros für einen nachhaltigen Fachdialog und die gegenseitige Vernetzung zur Verfügung steht. Wichtig ist uns dabei besonders, die neu gewonnen Erkenntnisse in die Fläche zu tragen und damit sichtbar zu machen.

Welche sind aus Ihrer Sicht die vordringlichsten Maßnahmen, um das Potenzial der RÜB in Hinblick auf einen optimalen Betrieb und damit auf einen maximalen Gewässerschutz auszuschöpfen?

Ulrich Dittmer: Die Herausforderung für das Betriebspersonal ist, das gesamte System aus Becken, Kanalnetz und den betroffenen Gewässern zu betrachten und die Wechselwirkungen zu verstehen. Dazu müssen wir das Bewusstsein bei den Praktikern schaffen, dass der Betrieb nur auf Grundlage von Messdaten optimiert werden kann.

Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?

André Hildebrand: Unsere ganz klare Empfehlung an die Praxis ist es, die Anlagen mit der erforderlichen Messtechnik auszurüsten. Dabei setzen wir auf die freiwillige Einsicht der Betreiber. Denn mit der richtigen Messtechnik ergibt sich für sie ein direkter Nutzen in mehrfacher Hinsicht: Im Falle einer Gewässerverunreinigung kann aufgrund der gemessenen Daten im Zweifel der Nachweis erbracht werden, dass diese nicht auf eine Beckenentlastung zurückzuführen ist. Hinzu kommt, dass durch die Fernübertragung der Messdaten der einzelnen Becken auf der Kläranlage entschieden werden kann, ob es z.B. nach einem Entlastungsereignis tatsächlich erforderlich ist, vor Ort zu dem Becken zu fahren. So können erhebliche Kosten und Zeit eingespart werden.

Ulrich Dittmer: Durch die Verwendung von Messdaten lassen sich in vielen Fällen auch Investitionskosten senken. Konventionelle Planungsmethoden, die nicht auf Messdaten beruhen, überschätzen die Gewässerbelastung durch RÜB in der Regel deutlich. Daraus ergibt sich dann ein entsprechend hoher Investitionsbedarf für deren Reduzierung. Erst der Vergleich mit dem tatsächlichen Verhalten der Becken zeigt diese Reserven auf und hilft somit, Kosten zu senken und Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Im Rahmen von RÜB-BW soll ja auch eine Datenbank erstellt werden, mit der die Betreiber anhand des Vergleichs ihrer Betriebsdaten eine Bewertung aller wasserwirtschaftlich relevanten RÜBs in ihrem Kanalnetz vornehmen zu können.

André Hildebrand: Ja, für diese Serviceleistung stellen wir seit 2016 den Betreibern das DWA-Datentool zur Verfügung. Mit dieser Software können sie die Daten über das Verhalten ihrer eigenen Becken innerhalb des Kanalnetzes vergleichen und visualisieren.

Ulrich Dittmer: Aus meiner Sicht kann es bei der Datenerhebung nicht um einen Vergleich zwischen den Betreibern oder um ein Ranking gehen. Die Qualität des Betriebs lässt sich nicht wie bei Kläranlagen durch einzelne Kennzahlen ausdrücken. Viel entscheidender ist, dass der Betreiber dabei unterstützt wird, das Verhalten der Becken innerhalb seines Systems zu vergleichen und zu analysieren. Man muss bedenken, dass das Personal oftmals 30 oder mehr RÜB im Auge haben muss. Da wird schnell klar, dass der Betreiber die Systemzusammenhänge nur mit Hilfe ausgereifter Softwarelösungen verstehen kann. Erst aus diesem tieferen Verständnis heraus kann er dann den Betrieb bewerten und optimieren.

Die Fortbildung ist ja ein ganz wichtiger Teil der Aufgaben von RÜB-BW. Dazu zählen nicht nur Veranstaltungen, sondern auch Publikationen.

Ulrich Dittmer: Das stimmt. Zum einen haben wir die Sonder-Nachbarschaften, für die ich selbst auch als ehrenamtlicher Lehrer und Moderator tätig bin. Dabei habe ich festgestellt, dass das vom DWA-Landesverband herausgegebene Handbuch für den Betrieb von Regenüberlaufbecken in Baden-Württemberg für die Praxis zur Vermittlung der fachlichen Grundlagen momentan noch sehr wichtig ist. Der Praxisleitfaden für den Umgang mit Messtechnik und -daten und die daraus resultierende Optimierung der Regenbecken baut darauf auf.

André Hildebrand: Darüber hinaus bieten wir ein Grundlagenseminar und vertiefende Seminar-Module an. Und dann gibt es natürlich jedes Jahr das Expertenforum RÜB als wichtigste Plattform für den Austausch über die aktuellsten praktischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen.

Welche Bilanz ziehen Sie nach drei Jahren RÜB-BW? Welche Resonanz haben Sie bislang aus der Praxis über Ihre Arbeit bekommen?

Ulrich Dittmer: Die wichtigste Rückmeldung aus der Praxis sind für mich die 1.500 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg, die wir mit den vielen Veranstaltungen in dieser Zeit erreichen konnten. Und ich habe festgestellt, dass die Diskussionen in den Foren fachlich sehr viel qualifizierter geworden sind. Über die Nachbarschaftsarbeit ist es uns gelungen, das Bewusstsein für die Optimierung der Mischwasserbehandlung und die Auseinandersetzung mit dem Thema in die Fläche zu tragen. Das ist aber keine Einbahnstraße: Denn als Wissenschaftler sind wir am ISWA der Universität Stuttgart auch immer daran interessiert, Fragestellungen aus der Praxis in neue Forschungsvorhaben einzubringen. Und natürlich gehen die Erfahrungen aus der Praxis auch unmittelbar in die Lehre ein. Schließlich werden die angehenden Ingenieure später ja genau mit diesen Themen zu tun haben.

André Hildebrand: Die Nachfrage nach einem qualifizierten fachlichen Austausch ist inzwischen so groß, dass wir die Anzahl der Regionalgebiete der Nachbarschaften von vier auf acht verdoppelt haben, um allen Interessenten einen Platz einzuräumen.

Ist RÜB-BW ein rein regionales Projekt oder haben die Aktivitäten Auswirkungen über Baden-Württemberg hinaus?

André Hildebrand: Die Lehrer der Nachbarschaften sind gleichzeitig in den Arbeitsgruppen und teilweise auch in den Fachausschüssen der DWA vertreten. So werden die Praxiserfahrungen dort gebündelt und finden direkten Eingang in die technischen Regelwerke der DWA, deren Inhalte dann wiederum zu einer sehr breiten, bundesweiten Umsetzung in der Praxis führen. Damit schaffen wir wertvolle Synergien auf bundesweiter Ebene. Ein Wissenstransfer, der in beide Richtungen wirksam ist.

Ulrich Dittmer: Selbst international wird der Erfolg, den das RÜB-BW in den drei Jahren seines Bestehens erzielen konnte, mit großem Respekt wahrgenommen. Diese Rückmeldung bekomme ich von meinen Forscherkollegen im Ausland, insbesondere aus Österreich und der Schweiz. Denn Baden-Württemberg nimmt bei der Optimierung der Mischwasserbehandlung durchaus eine führende Rolle ein.

Herr Hildebrand und Herr Dittmer, vielen Dank für das Interview !


Themenbericht und Steckbrief

Der DWA-Landesverband Baden-Württemberg veröffentlicht ab 2018 zweimal pro Jahr einen Themenbericht und einen Steckbrief auf der RÜB-BW Homepage.
Der 1. Themenbericht und der 1. Steckbrief sind jetzt zum kostenfreien Download verfügbar!

Themenbericht

Der Themenbericht basiert auf den Vortragsmanuskripten der Expertenforen RÜB. Er soll die Grundlagen zu den verschiedenen Themen aufzeigen und diese gleichzeitig vertiefen. Der Themenbericht zeigt z.B. Auswirkungen auf die Gewässerökologie und wasserrechtliche Anforderungen an die Regenwasserbehandlung und liefert weiterführende Fachkenntnisse für die Optimierung des Betriebs von Regenüberlaufbecken.

Download: 1. Themenbericht: „Untersuchung der Auswirkungen der Optimierung der Regenwasserbehandlung auf die Gewässergüte“

Steckbrief

Der Steckbrief dokumentiert kompakt bereits beendete Projekte – Best-Practice-Beispiele – oder Erfahrungen im Umgang mit Regenbecken. Er zeigt z.B. gewässerbezogene Anforderungen und das Sicherstellen der Funktionstüchtigkeit von Regenüberlaufbecken. Der Steckbrief spiegelt die Leistung und Arbeit von RÜB-BW wieder und ist gleichzeitig eine sehr wichtige Referenz und Benchmark für alle, die an einer Zusammenarbeit mit RÜB-BW interessiert sind. Hier werden Leistungsbeispiele und die technischen Lösungen der Betreiber sichtbar gemacht.

Download: 1. Steckbrief: „Gewässerbezogene Anforderungen an die Einleitungen aus der Regenwasserbehandlung des AZV Nagold


Leitfaden "Betrieb von Regenüberlaufbecken" 2. Auflage

Das Handbuch vermittelt das grundlegende Wissen für die notwendigen Systeme und Prozesse in der Abwasserreinigung mit besonderem Augenmerk auf die Regenwasserbehandlung. Im ersten Teil werden die fachlichen Grundlagen der Regenwasserbehandlung im Mischsystem und besonders der Regenüberlaufbecken dargestellt. Der zweite Teil enthält konkrete Empfehlungen für den ordnungsgemäßen Betrieb von Regenüberlaufbecken. Das Handbuch zeigt zusätzlich Möglichkeiten auf, Betrieb, Wartung und Unterhaltung möglichst effizient durchzuführen.

Die Veröffentlichung wurde rechtzeitig zum 3. Expertenforum Regenüberlaufbecken am 27.02.2018 publiziert.

Preis 39,00 € zzgl. Versandkosten (20 % Rabatt für fördernde DWA-Mitglieder)

Zur Bestellung

Neuer Leitfaden: "Regenbecken im Mischsystem"

Der neue Leitfaden „Regenbecken im Mischsystem: Messen, bewerten und Optimieren“ ist eine Veröffentlichung, die der Landesverband Baden-Württemberg zur Unterstützung der praktischen Arbeit in abwassertechnischen Anlagen herausgibt. Das Heft reiht sich in eine Folge von Praxisleitfäden ein, die von Fachleuten für das Betriebspersonal erstellt wurden und welche unterschiedlichste Themen der Siedlungswasserwirtschaft behandeln. Der ordnungsgemäße Betrieb von Regenbecken ist ein wichtiger Baustein im Gewässerschutz. Das in den meisten Kommunen Baden-Württembergs gewachsene und historisch begründete Mischsystem ist von den Betreibern entsprechend den wasserrechtlichen Vorgaben effizient zu betreiben. Dabei ist die Minimierung von Schmutz- und Nährstoffemissionen im Besonderen zu berücksichtigen, um einen guten Zustand der Gewässer zu erzielen. Die messtechnische Ausrüstung und die Auswertung der Messdaten werden daher zukünftig für alle Becken verpflichtend sein. Für die Verantwortlichen der Regenwasserbehandlungsanlagen ist dies keine einfache Aufgabe, denn viele Anlagen entsprechen nicht mehr den heutigen konstruktiven und messtechnischen Anforderungen.

Diese Aspekte aufgreifend thematisiert dieser Leitfaden vertiefend die Messtechnik, den Einbau und die Kalibrierung von Sensoren, die Gewinnung von und den Umgang mit Messdaten an Regenbecken sowie ihre Anwendung aus der Sicht erfahrener Praktiker. Für Planer, Ausrüster, Betreiber sowie Behörden der Wasserwirtschaft werden wichtige und in der Praxis erprobte Handlungsempfehlungen vermittelt.

Preis 39,00 € zzgl. Versandkosten (20 % Rabatt für fördernde DWA-Mitglieder)

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Weitere Publikation rund um das Thema der Regenwasserbehandlung

DWA-Themen ES 2.4 - T1/2018 - November 2018: Abflusssteuerung in Kanalnetzen – Anwendungsbeispiel - T1/2018

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert in Artikel 4 Umweltziele den guten Zustand der Gewässer. Dies impliziert einen ganzheitlichen, ökologischen Ansatz bei der Bewirtschaftung von Gewässern. Eine Abkehr von der bisherigen zumeist punktuellen hin zu einer linienförmigen Betrachtungsweise mit der Bezugsgröße Gewässerabschnitt bedarf deshalb eines aufeinander abgestimmten Betriebskonzepts. Mit den heute zumeist statisch wirkenden (ungesteuerten) Entwässerungstechniken lassen sich die zukünftigen Forderungen nicht ohne weiteres widerspruchsfrei erfüllen. Gerade vor dem Hintergrund von Ressourcenschonung und technischer Innovation bietet sich die integrale Abflusssteuerung (iAST) als eine Planungsvariante an. Der vorliegende Themenband liefert ein Anwendungsbeispiel für die Planung einer integralen Abflusssteuerung und orientiert sich dabei an dem Merkblatt DWA-M 180 „Handlungsrahmen zur Planung der Abflusssteuerung in Kanalnetzen“. Das Beispiel beruht auf einem fiktiven Kanalnetz, das eine Vielzahl von Randbedingungen aufweist, die für reale Kanalnetze charakteristisch sind und die Planung einer integralen Abflusssteuerung bestimmen. Das Beispiel soll eine Hilfestellung für Interessierte bieten, um auch bei abweichenden Randbedingungen eine systematische und erfolgversprechende Planung zu ermöglichen. Der Themenband richtet sich an Abwasserbeseitigungsbetriebe und deren Auftragnehmer, die das Bewirtschaftungspotenzial von Entwässerungssystemen zur Verbesserung von Gewässerschutz und betrieblicher Effizienz nutzen wollen.

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DWA-A 166: Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung – Konstruktive Gestaltung und Ausrüstung

Das Arbeitsblatt DWA-A 166 „Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung – Konstruktive Gestaltung und Ausrüstung“ gilt für die konstruktive Gestaltung und Ausrüstung von Regenbecken in Netzen des Misch- und Trennsystems. Weitergehende Ausführungen enthalten das Merkblatt DWA-M 176 „Hinweise zur konstruktiven Gestaltung und Ausrüstung von Bauwerken der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung“ und das Merkblatt DWA-M 178 „Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Retentionsbodenfiltern zur weitergehenden Regenwasserbehandlung im Misch- und Trennsystem“. Es ist Aufgabe des vorliegenden Arbeitsblattes, dem Planer von Regenbecken allgemein anerkannte Regeln an die Hand zu geben, die es erlauben, Bauwerke der Regenwasserbehandlung und -rückhaltung nach konstruktiven, ausrüstungstechnischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten bzw. bestehende Bauwerke zu ertüchtigen. Der Begriff „Regenbecken“ umfasst dabei Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und der Regenwasserrückhaltung im Misch- und Trennsystem. Dies sind: • Regenüberlaufbecken im Mischsystem, • Stauraumkanäle im Mischsystem, • Retentionsbodenfi lteranlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenrückhalteanlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenklärbecken im Trennsystem. Das Arbeitsblatt richtet sich an Kommunen, Betreiber, Genehmigungsbehörden, Ingenieurbüros, Anlagenhersteller und -ausrüster.

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DWA-M 176: Hinweise zur konstruktiven Gestaltung und Ausrüstung von Bauwerken der zentralen Regenwasserbehandlung

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes wurden bis 2010 in Deutschland mehr als 45.000 Regenwasserbehandlungsanlagen und Regenrückhalteanlagen mit einem Gesamtvolumen von über 50 Mio. Kubikmeter gebaut. Dabei hat sich eine Vielfalt von Bauformen, Ausrüstungsstandards und Sicherheitsmaßnahmen herausgebildet. Es gibt noch Bedarf an neuen Regenüberlaufbecken, Stauraumkanälen, Regenklärbecken, Retentionsbodenfilteranlagen und Regenrückhalteanlagen. Die Hälfte aller Anlagen hat ein Alter von mehr als zwanzig Jahren erreicht, viele davon bedürfen der Ertüchtigung. Der Begriff „Regenbecken“ umfasst dabei Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und der Regenwasserrückhaltung im Misch- und Trennsystem. Dies sind: • Regenüberlaufbecken im Mischsystem, • Stauraumkanäle im Mischsystem, • Retentionsbodenfi lteranlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenrückhalteanlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenklärbecken im Trennsystem. Das Merkblatt richtet sich an Kommunen, Betreiber, Genehmigungsbehörden, Ingenieurbüros, Anlagenhersteller und -ausrüster.

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DWA-A 166, DWA-M 176, DWA-Themen 3/2013: Kombipaket Bauwerke der Regenwasserbehandlung

Um Misch- bzw. Regenwasserkanäle wirtschaftlich dimensionieren zu können, ist die Anordnung von Regenbecken zur vorübergehenden Rückhaltung des Abwassers sinnvoll. Damit diese Anlagen optimal funktionieren können, ist der Gestaltung und konstruktiven Ausrüstung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Während das Arbeitsblatt die allgemein anerkannten Regeln für die Planung, Gestaltung, Ausrüstung und Ertüchtigung von Regenbecken umfasst, enthält das Merkblatt weitergehende Ausführungen zu bautechnischen und konstruktiven Details, zur Bauwerksausrüstung und Checklisten für die Planung. Als Ergänzung werden im DWA-Themenband bewährte Standardbauweisen von ausgeführten Regenbecken dargestellt.

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Arbeitsblatt DWA-A 110: Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Abwasserleitungen und -kanälen

Dieses Arbeitsblatt behandelt die hydraulischen Grundlagen zur Berechnung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden, die im Freispiegelsystem betrieben werden. Es ist anwendbar für die hydraulische Dimensionierung neu zu errichtender Abwasserleitungen und -kanäle sowie für die Nachrechnung bestehender Systeme und erfüllt die Anforderungen der DIN EN 752, Teil 4.

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Arbeitsblatt DWA-A 111: Hydraulische Dimensionierung und betrieblicher Leistungsnachweis von Anlagen zur Abfluss- und Wasserstandsbegrenzung in Entwässerungssystemen
Das Arbeitsblatt stellt eine Ergänzung zu den Festlegungen des Arbeitsblattes DWA-A 110 dar. Es behandelt die Dimensionierung von neu zu erstellenden Anlagen zur Abfluss- oder Wasserstandsbegrenzung in Bauwerken zur Speicherung, Behandlung und Entlastung von Regen- und Mischwasser sowie den Leistungsnachweis bestehender Anlagen.

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Arbeitsblatt DWA-A 117: Bemessung von Regenrückhalteräumen

Dieses Arbeitsblatt regelt die Bemessung und den Nachweis von Regenrückhalteräumen. Angesichts der Investitionen, die für den Bau von Abflusssystemen und Rückhalteräumen erforderlich sind, kommt einer nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichteten Konzeption und Bemessung von Rückhalteräumen große Bedeutung zu. Das Arbeitsblatt unterscheidet zwischen dem einfachem Verfahren und dem Nachweisverfahren.

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Arbeitsblatt DWA-A 118: Hydraulische Bemessung und Nachweis von Entwässerungssystemen

Das Arbeitsblatt befasst sich mit der Bemessung und dem hydraulischen Nachweis von Entwässerungssystemen, die vorwiegend als Freispiegelsysteme betrieben werden und der Ableitung von Schmutz-, Regen- und Mischwasser dienen. Es enthält Hilfestellungen zur Ermittlung der abzuleitenden Abwassermengen, wobei jeweils die Neuplanung und die Nachrechnung bestehender Systeme betrachtet werden. Hilfreich sind die Beispiele im Anhang, die ausführlich die Schwierigkeiten bei der Ermittlung des der Bemessung zugrunde zu legenden Niederschlagsabflusses darstellen.

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Arbeitsblatt ATV-A 128: Richtlinien für die Bemessung und Gestaltung von Regenentlastungsanlagen in Mischwasserkanälen

Diese Richtlinien gelten für Entlastungsbauwerke im Gesamtsystem einer Mischwasserkanalisation im Einzugsbereich von Kläranlagen.

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Merkblatt ATV-DVWK-M 177: Bemessung und Gestaltung von Regenentlastungsanlagen in Mischwasserkanälen - Erläuterungen und Beispiele

Das Merkblatt enthält Empfehlungen zur zielorientierten Bearbeitung der „Mischwasserentlastungs- Problematik“, greift zwischenzeitliche Entwicklungen auf, legt diese vor dem Hintergrund des vorhandenen Bemessungsganges nach dem Arbeitsblatt ATV-A 128 dar und beinhaltet ergänzende Erläuterungen zur sachgerechten Anwendung dieses Arbeitsblattes.

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Arbeitsblatt DWA-A 142: Abwasserleitungen und -kanäle in Wassergewinnungsgebieten

Das Arbeitsblatt gibt Ihnen umfangreiche Hinweise zu Planung, Neubau, Material und Unterhaltung von Abwasserleitungen und -kanälen in Wassergewinnungsgebieten. Es werden die jeweiligen standortbezogenen Kriterien zur Beurteilung der Gefährdungen berücksichtigt und aufgezeigt, mit welchen technischen Möglichkeiten eine Risikominderung erreicht werden kann.

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Weitere Publikationen finden Sie im Online-Shop der DWA unter www.dwa.de/shop

Aktuelle Informationen über das DWA-Regelwerk finden Sie hier: Titelübersicht DWA-Regelwerk

Publikationen

Ein Interview mit Dipl.-Verww. André Hildebrand, Geschäftsführer des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg, und Dr.-Ing. Ulrich Dittmer, Sprecher des Projekts RÜB-Baden-Württemberg.

Durchgeführt von Frau Susanne Hartwein (Neu-Ulm)

RÜB-Baden-Württemberg: Ein Erfolgsmodell auf dem Weg zur Optimierung der Mischwasserbehandlung

Die Reinigungsleistung von Kläranlagen ist heute besser denn je. Für einen optimalen Gewässerschutz spielt jedoch auch der ordnungsgemäße Betrieb der vorgeschalteten Kanalisation mit ihren Regenüberlaufbecken eine zentrale Rolle. Um hier die meist kommunalen Betreiber der Anlagen bei dieser komplexen Aufgabe zu unterstützen, wurde das Projekt RÜB-Baden-Württemberg (RÜB-BW) auf gemeinsame Initiative des Umweltministeriums und des DWA-Landesverbandes ins Leben gerufen. Im Interview wurde nachgefragt, welche Ziele dabei im Mittelpunkt stehen und was sich durch das Projekt bislang verändert hat.

Unser Hauptgeschäftsführer und Präsident Roger Kehle hat erst kürzlich betont, dass die Arbeit der Wasserwirtschaft viel zu sehr im Verborgenen stattfindet und daher stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden muss. Das Projekt RÜB-BW besteht inzwischen seit drei Jahren. Was war der Anlass für die Gründung dieser Initiative?

André Hildebrand: Um die Speicherkapazitäten des Mischwasser-Kanalsystems in Baden-Württemberg zu erhöhen, hat man in den 80er und 90er Jahren verstärkt Regenüberlaufbecken - kurz RÜB - gebaut. In den vom DWA-Landesverband organisierten Nachbarschaftstreffen der Kanalnetzbetreiber wurde jedoch immer deutlicher, dass fundierte Kenntnisse über den ordnungsgemäßen Betrieb dieser Anlagen kaum vorhanden waren und damit die Gefahr unkontrollierter Entlastungen der Becken in die Gewässer einherging. Im Hinblick auf den in der EU-Wasserrahmenrichtlinie geforderten guten ökologischen Zustand war klar, dass wir nach der erreichten guten Reinigungsleistung der Kläranlagen uns nun auch um die RÜBs würden kümmern müssen.

Das Umweltministerium ist im Rahmen von RÜB-BW ja in der Rolle, die gesetzlichen Grundlagen zur Erreichung dieses Ziels zu schaffen. Auf welche Aufgaben konzentriert sich der DWA-Landesverband im Rahmen des Projekts?

André Hildebrand: Zunächst war es uns wichtig, die Betreiber für die Wahrnehmung ihrer Verantwortung für den ordnungsgemäßen Betrieb der RÜB zu sensibilisieren. Dazu haben vor allem auf unser seit Jahrzehnten bewährtes Modell der Kläranlagen- und Kanal-Nachbarschaften in Baden-Württemberg zurückgegriffen und deshalb zeitgleich mit der Gründung von RÜB-BW die Sonder-Nachbarschaften RÜB – Messen, Bewerten und Optimieren ins Leben gerufen. Dort findet in kleinen Gruppen von 20 bis 25 Personen ein sehr intensiver fachlicher Austausch statt.

Ulrich Dittmer: Hier möchte ich noch ergänzen, dass das Wissen über RÜB nicht nur in der Praxis, sondern in der gesamten Wasserwirtschaft in nicht ausreichendem Maße vorhanden war. RÜB-BW versteht sich daher als eine bislang einzigartige Wissensplattform, die allen beteiligten Akteuren aus Hochschule und Verwaltung, den Betrieben, der Industrie und planenden Ingenieurbüros für einen nachhaltigen Fachdialog und die gegenseitige Vernetzung zur Verfügung steht. Wichtig ist uns dabei besonders, die neu gewonnen Erkenntnisse in die Fläche zu tragen und damit sichtbar zu machen.

Welche sind aus Ihrer Sicht die vordringlichsten Maßnahmen, um das Potenzial der RÜB in Hinblick auf einen optimalen Betrieb und damit auf einen maximalen Gewässerschutz auszuschöpfen?

Ulrich Dittmer: Die Herausforderung für das Betriebspersonal ist, das gesamte System aus Becken, Kanalnetz und den betroffenen Gewässern zu betrachten und die Wechselwirkungen zu verstehen. Dazu müssen wir das Bewusstsein bei den Praktikern schaffen, dass der Betrieb nur auf Grundlage von Messdaten optimiert werden kann.

Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?

André Hildebrand: Unsere ganz klare Empfehlung an die Praxis ist es, die Anlagen mit der erforderlichen Messtechnik auszurüsten. Dabei setzen wir auf die freiwillige Einsicht der Betreiber. Denn mit der richtigen Messtechnik ergibt sich für sie ein direkter Nutzen in mehrfacher Hinsicht: Im Falle einer Gewässerverunreinigung kann aufgrund der gemessenen Daten im Zweifel der Nachweis erbracht werden, dass diese nicht auf eine Beckenentlastung zurückzuführen ist. Hinzu kommt, dass durch die Fernübertragung der Messdaten der einzelnen Becken auf der Kläranlage entschieden werden kann, ob es z.B. nach einem Entlastungsereignis tatsächlich erforderlich ist, vor Ort zu dem Becken zu fahren. So können erhebliche Kosten und Zeit eingespart werden.

Ulrich Dittmer: Durch die Verwendung von Messdaten lassen sich in vielen Fällen auch Investitionskosten senken. Konventionelle Planungsmethoden, die nicht auf Messdaten beruhen, überschätzen die Gewässerbelastung durch RÜB in der Regel deutlich. Daraus ergibt sich dann ein entsprechend hoher Investitionsbedarf für deren Reduzierung. Erst der Vergleich mit dem tatsächlichen Verhalten der Becken zeigt diese Reserven auf und hilft somit, Kosten zu senken und Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Im Rahmen von RÜB-BW soll ja auch eine Datenbank erstellt werden, mit der die Betreiber anhand des Vergleichs ihrer Betriebsdaten eine Bewertung aller wasserwirtschaftlich relevanten RÜBs in ihrem Kanalnetz vornehmen zu können.

André Hildebrand: Ja, für diese Serviceleistung stellen wir seit 2016 den Betreibern das DWA-Datentool zur Verfügung. Mit dieser Software können sie die Daten über das Verhalten ihrer eigenen Becken innerhalb des Kanalnetzes vergleichen und visualisieren.

Ulrich Dittmer: Aus meiner Sicht kann es bei der Datenerhebung nicht um einen Vergleich zwischen den Betreibern oder um ein Ranking gehen. Die Qualität des Betriebs lässt sich nicht wie bei Kläranlagen durch einzelne Kennzahlen ausdrücken. Viel entscheidender ist, dass der Betreiber dabei unterstützt wird, das Verhalten der Becken innerhalb seines Systems zu vergleichen und zu analysieren. Man muss bedenken, dass das Personal oftmals 30 oder mehr RÜB im Auge haben muss. Da wird schnell klar, dass der Betreiber die Systemzusammenhänge nur mit Hilfe ausgereifter Softwarelösungen verstehen kann. Erst aus diesem tieferen Verständnis heraus kann er dann den Betrieb bewerten und optimieren.

Die Fortbildung ist ja ein ganz wichtiger Teil der Aufgaben von RÜB-BW. Dazu zählen nicht nur Veranstaltungen, sondern auch Publikationen.

Ulrich Dittmer: Das stimmt. Zum einen haben wir die Sonder-Nachbarschaften, für die ich selbst auch als ehrenamtlicher Lehrer und Moderator tätig bin. Dabei habe ich festgestellt, dass das vom DWA-Landesverband herausgegebene Handbuch für den Betrieb von Regenüberlaufbecken in Baden-Württemberg für die Praxis zur Vermittlung der fachlichen Grundlagen momentan noch sehr wichtig ist. Der Praxisleitfaden für den Umgang mit Messtechnik und -daten und die daraus resultierende Optimierung der Regenbecken baut darauf auf.

André Hildebrand: Darüber hinaus bieten wir ein Grundlagenseminar und vertiefende Seminar-Module an. Und dann gibt es natürlich jedes Jahr das Expertenforum RÜB als wichtigste Plattform für den Austausch über die aktuellsten praktischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen.

Welche Bilanz ziehen Sie nach drei Jahren RÜB-BW? Welche Resonanz haben Sie bislang aus der Praxis über Ihre Arbeit bekommen?

Ulrich Dittmer: Die wichtigste Rückmeldung aus der Praxis sind für mich die 1.500 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg, die wir mit den vielen Veranstaltungen in dieser Zeit erreichen konnten. Und ich habe festgestellt, dass die Diskussionen in den Foren fachlich sehr viel qualifizierter geworden sind. Über die Nachbarschaftsarbeit ist es uns gelungen, das Bewusstsein für die Optimierung der Mischwasserbehandlung und die Auseinandersetzung mit dem Thema in die Fläche zu tragen. Das ist aber keine Einbahnstraße: Denn als Wissenschaftler sind wir am ISWA der Universität Stuttgart auch immer daran interessiert, Fragestellungen aus der Praxis in neue Forschungsvorhaben einzubringen. Und natürlich gehen die Erfahrungen aus der Praxis auch unmittelbar in die Lehre ein. Schließlich werden die angehenden Ingenieure später ja genau mit diesen Themen zu tun haben.

André Hildebrand: Die Nachfrage nach einem qualifizierten fachlichen Austausch ist inzwischen so groß, dass wir die Anzahl der Regionalgebiete der Nachbarschaften von vier auf acht verdoppelt haben, um allen Interessenten einen Platz einzuräumen.

Ist RÜB-BW ein rein regionales Projekt oder haben die Aktivitäten Auswirkungen über Baden-Württemberg hinaus?

André Hildebrand: Die Lehrer der Nachbarschaften sind gleichzeitig in den Arbeitsgruppen und teilweise auch in den Fachausschüssen der DWA vertreten. So werden die Praxiserfahrungen dort gebündelt und finden direkten Eingang in die technischen Regelwerke der DWA, deren Inhalte dann wiederum zu einer sehr breiten, bundesweiten Umsetzung in der Praxis führen. Damit schaffen wir wertvolle Synergien auf bundesweiter Ebene. Ein Wissenstransfer, der in beide Richtungen wirksam ist.

Ulrich Dittmer: Selbst international wird der Erfolg, den das RÜB-BW in den drei Jahren seines Bestehens erzielen konnte, mit großem Respekt wahrgenommen. Diese Rückmeldung bekomme ich von meinen Forscherkollegen im Ausland, insbesondere aus Österreich und der Schweiz. Denn Baden-Württemberg nimmt bei der Optimierung der Mischwasserbehandlung durchaus eine führende Rolle ein.

Herr Hildebrand und Herr Dittmer, vielen Dank für das Interview !


Themenbericht und Steckbrief

Der DWA-Landesverband Baden-Württemberg veröffentlicht ab 2018 zweimal pro Jahr einen Themenbericht und einen Steckbrief auf der RÜB-BW Homepage.
Der 1. Themenbericht und der 1. Steckbrief sind jetzt zum kostenfreien Download verfügbar!

Themenbericht

Der Themenbericht basiert auf den Vortragsmanuskripten der Expertenforen RÜB. Er soll die Grundlagen zu den verschiedenen Themen aufzeigen und diese gleichzeitig vertiefen. Der Themenbericht zeigt z.B. Auswirkungen auf die Gewässerökologie und wasserrechtliche Anforderungen an die Regenwasserbehandlung und liefert weiterführende Fachkenntnisse für die Optimierung des Betriebs von Regenüberlaufbecken.

Download: 1. Themenbericht: „Untersuchung der Auswirkungen der Optimierung der Regenwasserbehandlung auf die Gewässergüte“

Steckbrief

Der Steckbrief dokumentiert kompakt bereits beendete Projekte – Best-Practice-Beispiele – oder Erfahrungen im Umgang mit Regenbecken. Er zeigt z.B. gewässerbezogene Anforderungen und das Sicherstellen der Funktionstüchtigkeit von Regenüberlaufbecken. Der Steckbrief spiegelt die Leistung und Arbeit von RÜB-BW wieder und ist gleichzeitig eine sehr wichtige Referenz und Benchmark für alle, die an einer Zusammenarbeit mit RÜB-BW interessiert sind. Hier werden Leistungsbeispiele und die technischen Lösungen der Betreiber sichtbar gemacht.

Download: 1. Steckbrief: „Gewässerbezogene Anforderungen an die Einleitungen aus der Regenwasserbehandlung des AZV Nagold


Leitfaden "Betrieb von Regenüberlaufbecken" 2. Auflage

Das Handbuch vermittelt das grundlegende Wissen für die notwendigen Systeme und Prozesse in der Abwasserreinigung mit besonderem Augenmerk auf die Regenwasserbehandlung. Im ersten Teil werden die fachlichen Grundlagen der Regenwasserbehandlung im Mischsystem und besonders der Regenüberlaufbecken dargestellt. Der zweite Teil enthält konkrete Empfehlungen für den ordnungsgemäßen Betrieb von Regenüberlaufbecken. Das Handbuch zeigt zusätzlich Möglichkeiten auf, Betrieb, Wartung und Unterhaltung möglichst effizient durchzuführen.

Die Veröffentlichung wurde rechtzeitig zum 3. Expertenforum Regenüberlaufbecken am 27.02.2018 publiziert.

Preis 39,00 € zzgl. Versandkosten (20 % Rabatt für fördernde DWA-Mitglieder)

Zur Bestellung

Neuer Leitfaden: "Regenbecken im Mischsystem"

Der neue Leitfaden „Regenbecken im Mischsystem: Messen, bewerten und Optimieren“ ist eine Veröffentlichung, die der Landesverband Baden-Württemberg zur Unterstützung der praktischen Arbeit in abwassertechnischen Anlagen herausgibt. Das Heft reiht sich in eine Folge von Praxisleitfäden ein, die von Fachleuten für das Betriebspersonal erstellt wurden und welche unterschiedlichste Themen der Siedlungswasserwirtschaft behandeln. Der ordnungsgemäße Betrieb von Regenbecken ist ein wichtiger Baustein im Gewässerschutz. Das in den meisten Kommunen Baden-Württembergs gewachsene und historisch begründete Mischsystem ist von den Betreibern entsprechend den wasserrechtlichen Vorgaben effizient zu betreiben. Dabei ist die Minimierung von Schmutz- und Nährstoffemissionen im Besonderen zu berücksichtigen, um einen guten Zustand der Gewässer zu erzielen. Die messtechnische Ausrüstung und die Auswertung der Messdaten werden daher zukünftig für alle Becken verpflichtend sein. Für die Verantwortlichen der Regenwasserbehandlungsanlagen ist dies keine einfache Aufgabe, denn viele Anlagen entsprechen nicht mehr den heutigen konstruktiven und messtechnischen Anforderungen.

Diese Aspekte aufgreifend thematisiert dieser Leitfaden vertiefend die Messtechnik, den Einbau und die Kalibrierung von Sensoren, die Gewinnung von und den Umgang mit Messdaten an Regenbecken sowie ihre Anwendung aus der Sicht erfahrener Praktiker. Für Planer, Ausrüster, Betreiber sowie Behörden der Wasserwirtschaft werden wichtige und in der Praxis erprobte Handlungsempfehlungen vermittelt.

Preis 39,00 € zzgl. Versandkosten (20 % Rabatt für fördernde DWA-Mitglieder)

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Weitere Publikation rund um das Thema der Regenwasserbehandlung

DWA-Themen ES 2.4 - T1/2018 - November 2018: Abflusssteuerung in Kanalnetzen – Anwendungsbeispiel - T1/2018

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert in Artikel 4 Umweltziele den guten Zustand der Gewässer. Dies impliziert einen ganzheitlichen, ökologischen Ansatz bei der Bewirtschaftung von Gewässern. Eine Abkehr von der bisherigen zumeist punktuellen hin zu einer linienförmigen Betrachtungsweise mit der Bezugsgröße Gewässerabschnitt bedarf deshalb eines aufeinander abgestimmten Betriebskonzepts. Mit den heute zumeist statisch wirkenden (ungesteuerten) Entwässerungstechniken lassen sich die zukünftigen Forderungen nicht ohne weiteres widerspruchsfrei erfüllen. Gerade vor dem Hintergrund von Ressourcenschonung und technischer Innovation bietet sich die integrale Abflusssteuerung (iAST) als eine Planungsvariante an. Der vorliegende Themenband liefert ein Anwendungsbeispiel für die Planung einer integralen Abflusssteuerung und orientiert sich dabei an dem Merkblatt DWA-M 180 „Handlungsrahmen zur Planung der Abflusssteuerung in Kanalnetzen“. Das Beispiel beruht auf einem fiktiven Kanalnetz, das eine Vielzahl von Randbedingungen aufweist, die für reale Kanalnetze charakteristisch sind und die Planung einer integralen Abflusssteuerung bestimmen. Das Beispiel soll eine Hilfestellung für Interessierte bieten, um auch bei abweichenden Randbedingungen eine systematische und erfolgversprechende Planung zu ermöglichen. Der Themenband richtet sich an Abwasserbeseitigungsbetriebe und deren Auftragnehmer, die das Bewirtschaftungspotenzial von Entwässerungssystemen zur Verbesserung von Gewässerschutz und betrieblicher Effizienz nutzen wollen.

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DWA-A 166: Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung – Konstruktive Gestaltung und Ausrüstung

Das Arbeitsblatt DWA-A 166 „Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung – Konstruktive Gestaltung und Ausrüstung“ gilt für die konstruktive Gestaltung und Ausrüstung von Regenbecken in Netzen des Misch- und Trennsystems. Weitergehende Ausführungen enthalten das Merkblatt DWA-M 176 „Hinweise zur konstruktiven Gestaltung und Ausrüstung von Bauwerken der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung“ und das Merkblatt DWA-M 178 „Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Retentionsbodenfiltern zur weitergehenden Regenwasserbehandlung im Misch- und Trennsystem“. Es ist Aufgabe des vorliegenden Arbeitsblattes, dem Planer von Regenbecken allgemein anerkannte Regeln an die Hand zu geben, die es erlauben, Bauwerke der Regenwasserbehandlung und -rückhaltung nach konstruktiven, ausrüstungstechnischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten bzw. bestehende Bauwerke zu ertüchtigen. Der Begriff „Regenbecken“ umfasst dabei Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und der Regenwasserrückhaltung im Misch- und Trennsystem. Dies sind: • Regenüberlaufbecken im Mischsystem, • Stauraumkanäle im Mischsystem, • Retentionsbodenfi lteranlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenrückhalteanlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenklärbecken im Trennsystem. Das Arbeitsblatt richtet sich an Kommunen, Betreiber, Genehmigungsbehörden, Ingenieurbüros, Anlagenhersteller und -ausrüster.

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DWA-M 176: Hinweise zur konstruktiven Gestaltung und Ausrüstung von Bauwerken der zentralen Regenwasserbehandlung

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes wurden bis 2010 in Deutschland mehr als 45.000 Regenwasserbehandlungsanlagen und Regenrückhalteanlagen mit einem Gesamtvolumen von über 50 Mio. Kubikmeter gebaut. Dabei hat sich eine Vielfalt von Bauformen, Ausrüstungsstandards und Sicherheitsmaßnahmen herausgebildet. Es gibt noch Bedarf an neuen Regenüberlaufbecken, Stauraumkanälen, Regenklärbecken, Retentionsbodenfilteranlagen und Regenrückhalteanlagen. Die Hälfte aller Anlagen hat ein Alter von mehr als zwanzig Jahren erreicht, viele davon bedürfen der Ertüchtigung. Der Begriff „Regenbecken“ umfasst dabei Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und der Regenwasserrückhaltung im Misch- und Trennsystem. Dies sind: • Regenüberlaufbecken im Mischsystem, • Stauraumkanäle im Mischsystem, • Retentionsbodenfi lteranlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenrückhalteanlagen im Misch- und Trennsystem, • Regenklärbecken im Trennsystem. Das Merkblatt richtet sich an Kommunen, Betreiber, Genehmigungsbehörden, Ingenieurbüros, Anlagenhersteller und -ausrüster.

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DWA-A 166, DWA-M 176, DWA-Themen 3/2013: Kombipaket Bauwerke der Regenwasserbehandlung

Um Misch- bzw. Regenwasserkanäle wirtschaftlich dimensionieren zu können, ist die Anordnung von Regenbecken zur vorübergehenden Rückhaltung des Abwassers sinnvoll. Damit diese Anlagen optimal funktionieren können, ist der Gestaltung und konstruktiven Ausrüstung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Während das Arbeitsblatt die allgemein anerkannten Regeln für die Planung, Gestaltung, Ausrüstung und Ertüchtigung von Regenbecken umfasst, enthält das Merkblatt weitergehende Ausführungen zu bautechnischen und konstruktiven Details, zur Bauwerksausrüstung und Checklisten für die Planung. Als Ergänzung werden im DWA-Themenband bewährte Standardbauweisen von ausgeführten Regenbecken dargestellt.

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Arbeitsblatt DWA-A 110: Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Abwasserleitungen und -kanälen

Dieses Arbeitsblatt behandelt die hydraulischen Grundlagen zur Berechnung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden, die im Freispiegelsystem betrieben werden. Es ist anwendbar für die hydraulische Dimensionierung neu zu errichtender Abwasserleitungen und -kanäle sowie für die Nachrechnung bestehender Systeme und erfüllt die Anforderungen der DIN EN 752, Teil 4.

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Arbeitsblatt DWA-A 111: Hydraulische Dimensionierung und betrieblicher Leistungsnachweis von Anlagen zur Abfluss- und Wasserstandsbegrenzung in Entwässerungssystemen
Das Arbeitsblatt stellt eine Ergänzung zu den Festlegungen des Arbeitsblattes DWA-A 110 dar. Es behandelt die Dimensionierung von neu zu erstellenden Anlagen zur Abfluss- oder Wasserstandsbegrenzung in Bauwerken zur Speicherung, Behandlung und Entlastung von Regen- und Mischwasser sowie den Leistungsnachweis bestehender Anlagen.

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Arbeitsblatt DWA-A 117: Bemessung von Regenrückhalteräumen

Dieses Arbeitsblatt regelt die Bemessung und den Nachweis von Regenrückhalteräumen. Angesichts der Investitionen, die für den Bau von Abflusssystemen und Rückhalteräumen erforderlich sind, kommt einer nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichteten Konzeption und Bemessung von Rückhalteräumen große Bedeutung zu. Das Arbeitsblatt unterscheidet zwischen dem einfachem Verfahren und dem Nachweisverfahren.

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Arbeitsblatt DWA-A 118: Hydraulische Bemessung und Nachweis von Entwässerungssystemen

Das Arbeitsblatt befasst sich mit der Bemessung und dem hydraulischen Nachweis von Entwässerungssystemen, die vorwiegend als Freispiegelsysteme betrieben werden und der Ableitung von Schmutz-, Regen- und Mischwasser dienen. Es enthält Hilfestellungen zur Ermittlung der abzuleitenden Abwassermengen, wobei jeweils die Neuplanung und die Nachrechnung bestehender Systeme betrachtet werden. Hilfreich sind die Beispiele im Anhang, die ausführlich die Schwierigkeiten bei der Ermittlung des der Bemessung zugrunde zu legenden Niederschlagsabflusses darstellen.

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Arbeitsblatt ATV-A 128: Richtlinien für die Bemessung und Gestaltung von Regenentlastungsanlagen in Mischwasserkanälen

Diese Richtlinien gelten für Entlastungsbauwerke im Gesamtsystem einer Mischwasserkanalisation im Einzugsbereich von Kläranlagen.

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Merkblatt ATV-DVWK-M 177: Bemessung und Gestaltung von Regenentlastungsanlagen in Mischwasserkanälen - Erläuterungen und Beispiele

Das Merkblatt enthält Empfehlungen zur zielorientierten Bearbeitung der „Mischwasserentlastungs- Problematik“, greift zwischenzeitliche Entwicklungen auf, legt diese vor dem Hintergrund des vorhandenen Bemessungsganges nach dem Arbeitsblatt ATV-A 128 dar und beinhaltet ergänzende Erläuterungen zur sachgerechten Anwendung dieses Arbeitsblattes.

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Arbeitsblatt DWA-A 142: Abwasserleitungen und -kanäle in Wassergewinnungsgebieten

Das Arbeitsblatt gibt Ihnen umfangreiche Hinweise zu Planung, Neubau, Material und Unterhaltung von Abwasserleitungen und -kanälen in Wassergewinnungsgebieten. Es werden die jeweiligen standortbezogenen Kriterien zur Beurteilung der Gefährdungen berücksichtigt und aufgezeigt, mit welchen technischen Möglichkeiten eine Risikominderung erreicht werden kann.

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Weitere Publikationen finden Sie im Online-Shop der DWA unter www.dwa.de/shop

Aktuelle Informationen über das DWA-Regelwerk finden Sie hier: Titelübersicht DWA-Regelwerk

Termine

Seminar (Modul 1) "Betrieb von Regenüberlaufbecken"
Donnerstag, 11. April 2019 in Villingen-Schwenningen

Seminar (Modul 2) "Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken"
Donnerstag, 18. Juli 2019 in Heilbronn

Seminar (Modul 3) "Spezialseminar Regen- und Mischwasserbehandlung für Betreiber und Ingenieurbüros"
Donnerstag, 07. November 2019 in Stuttgart

4. Expertenforum RÜB
Dienstag, 26. Februar 2019 in Stuttgart

Sonder-Nachbarschaft RÜB
Juni und Juli 2019

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