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Termine

Seminar (Modul 1) "Betrieb von Regenüberlaufbecken"
Donnerstag, 23. April 2020 in Heilbronn

Seminar (Modul 2) "Konstruktive Gestaltung und Ausrüstung von Regenbecken"
Dienstag, 26. Mai 2020 in Stuttgart

Seminar (Modul 3) "Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken"
Donnerstag, 01. Oktober 2020 in Villingen-Schwenningen

Seminar (Modul 4) "Spezialseminar Regen- und Mischwasserbehandlung für Betreiber und Ingenieurbüros"
Mittwoch, 02. Dezember 2020 in Bad Saulgau

5. Expertenforum RÜB
Mittwoch, 19. Februar 2020 in Stuttgart

Sonder-Nachbarschaft RÜB

Juni und Juli 2020

RÜB Übersichtsflyer mit Anmeldeformular Flyer

Schulungsangebote

Seminare

Modul 1 Seminar: Betrieb von Regenüberlaufbecken

Donnerstag, 11. April 2019 in Villingen-Schwenningen

Am 11. April 2019 fand das Seminar (Modul 1) „Betrieb von Regenüberlaufbecken“ in Villingen-Schwenningen zum 7. Mal statt. Das ausgebuchte Seminar belegt den anhaltend großen „Wissensdurst“ nach diesem Thema in Baden-Württemberg.

Unter der Moderation von Herrn Dr.-Ing. Mike Kemper (ESP Stadtentwässerung Pforzheim) begann das Programm mit dem Vortrag von Frau Annegret Heer (UM) zum Thema „Ziele und Rahmenbedingungen der Mischwasserbehandlung“ aus der Sicht des Landes Baden-Württemberg. Darin erklärte sie den am 02.07.2018 gekommenen Erlass „Messen an RÜB“ ausführlich. Im Anschluss vermittelte Herr Dr.-Ing. Kemper dem Teilnehmerkreis die fachlichen Grundlagen und sprach Empfehlungen für den Betrieb von Regenüberlaufbecken aus. Als Grundlage hierfür diente der Praxisleitfaden „Betrieb von Regenüberlaufbecken“ 2. Auflage 2018. Er betonte, dass die Umwandlung von Emissionsbetrachtung zu Immissionsbetrachtung sehr wichtig sei. Zudem schlug er vor, die Eigenkontrollverordnung (EKVO) zu aktualisieren.
Das Nachmittagsprogramm startete mit dem Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Lieb (Lieb Ingenieurberatung, Mühlacker) mit dem Thema „Messen an Regenüberlaufbecken – Beispiele aus der Praxis“. Am Ende fasste er zusammen, dass eine systematische Auswertung der Messdaten für einen erfolgreichen Gewässerschutz notwendig ist. Er stellte auch das neue Portal „RÜB Betrieb“ als Nachfolger des bisherigen DWA-Excel-Tools vor.
Das Seminar schloss mit der Vorstellung von Betriebsstrategien aus der Praxis durch Herrn Alexander Augustin (ESP Stadtentwässerung Pforzheim). Er stellte Besonderheiten des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Pforzheim dar und betonte in seiner Schlussfolgerung als Optimierungsziel die Verminderung der Entlastung ins Gewässer. Dafür ist eine Gesamtsystembetrachtung erforderlich.
Fazit: Die Teilnehmer zeigten besonders großes Interesse an ausführlichen Informationen zum Erlass. Die Seminarinhalte stießen wieder auf positive Resonanz.

Bitte heute schon vormerken:

5. Expertenforum RÜB am Mittwoch, 19. Februar 2020 in Stuttgart


Seminar (Modul 2) „Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken“

Mittwoch, 18. Juli 2019 in Heilbronn

Neben dem Grundlagenseminar „Betrieb von Regenüberlaufbecken“ wurden zwei weitere Seminare zur Vertiefung von Teilaspekten in das Veranstaltungsprogramm RÜB aufgenommen. Davon fand am 18.07.2019 in Heilbronn die Veranstaltung „Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken“ zum zweiten Mal statt. Das Seminar spiegelt das große Interesse sowie die Dringlichkeit des Themas in Baden-Württemberg wieder. Zielgruppe waren Betreiber, Ingenieurbüros, Planer, Ausrüster sowie Kommunen.

In diesem Seminar wurden ausschließlich die Themen Mess- und Fernwirktechnik auf der Grundlage des Leitfadens „Regenbecken im Mischsystem – Messen, Bewerten und Optimieren“ behandelt.

Moderiert und geleitet wurde das Seminar von Dipl.-Ing. Ulrich Haas (InfraConsult Gesellschaft für Infrastrukturplanung mbH, Stuttgart), der Ziele, Bauwerke der Regen- und Mischwasserbehandlung sowie die integrale Abflusssteuerung erläuterte.

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Fromm (RP Tübingen) vermittelte die Grundlagen des Wasserhaushaltsgesetzes, die Erlaubnis für die Einleitung von Abwasser ins Gewässer und die Überlegungen zur Beckenbewirtschaftung. Er stellte fest: Außenstationen sind zentral wichtig für die Gewässerökologie. Zudem ist ausreichend qualifiziertes Personal erforderlich.

Dipl.-Ing. Wolfgang Lieb (Wolfgang Lieb Ingenieurberatung, Mühlacker) präsentierte detailliert das Thema „Vertiefung im Umgang mit Messdaten“ insbesondere Messdatenerfassung, Grenzen für die RÜB-Protokollierung sowie den Betrieb von Rührwerken und Entleerung der Becken im Nebenschluss. Er erläuterte am Ende das neu entwickelte Online-Portal „RÜB-Betrieb“ ausführlich.

Dipl.-Ing. Stefan Pfeffer und Andreas Mairon (UFT Umwelt- und Fluid-Technik, Dr. H. Brombach GmbH, Bad Mergentheim) stellten verschiedene Verbindungsart an der Fernwirktechnik sowie den Vergleich der Kosten und der Verfügbarkeit vor, präsentierten die Funktionen des Prozessleitsystems und wiesen sie auf die Auswahlhilfe bei der Systemauswahl hin. Im Anschluss erlebten die Teilnehmer das Prozessleitsystem live.

Dipl.-Ing. Ulrich Haas erklärte die Verfahrens- und Steuerbeschreibung an Regenbecken von den Randbedingungen bis zu den zahlreichen praktischen Beispielen ausführlich und betonte, wie wichtig die Steuerbeschreibung für den Betrieb der Regenbecken ist.

Anschließend präsentierte Dr.-Ing. Rainer Maaß (HST TB Mitte-Süd, Aarbergen) ausführlich über die Modernisierung von Außenstationen aus globaler Sicht. Damit werden folgende Ziele verfolgt, genauere Erfassung von Einstau- und Entlastung, automatischer Betrieb mit Datenanalyse und Protokollierung, zuverlässige Technik, Vernetzung mit anderen Objekten, IT-Sicherheit und vorausschauende und dynamische Bewirtschaftung.

Der letzte Programmpunkt beinhaltete 3 Praxisbeispiele:

Dipl.-Ing. Georg Scholz (Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU)) stellte die Einführung eines neuen Prozessleitsystems bei seinen Entsorgungsbetrieben aus eigener Erfahrung vor. Nach der ausführlichen Erklärung der einzelnen Schritte und der Ziele fasste er zusammen, dass die Erneuerung des Prozessleitsystems eine Vielzahl detaillierter Informationen aus dem Abwassernetz und den Anlagen bringt und bei einem anwenderorientierten Aufbau die tägliche Arbeit erheblich erleichtert.

Anschließend präsentierte Dipl.-Ing. Heike Weißer (Universitätsstadt Tübingen) die Messtechnik an Regenüberlaufbecken von der Veranlassung der Ausstattung der Messtechnik bis hinzu Betrieb und Wartung am Beispiel der Universitätsstadt Tübingen Schritt für Schritt.

Zum letzten Vortrag erklärte Dipl.-Ing. Nina Uibelhör (Entsorgungsbetrieben der Stadt Heilbronn) detailliert den Neubau eines Mess- und Drosselschachtes anlässlich Erstellung eines funktionstüchtigen Drosselbauwerks zur optimalen Beckenbewirtschaftung. Als Zukunftsvision nannte sie den Einsatz einer Abflusssteuerung.

Am Ende des Seminars wurde der am 02. Juli 2018 veröffentlichte Erlass „Messen an RÜB“ mit den Teilnehmern diskutiert. Die Teilnehmer bestätigten, dass dieses Seminar weiterhin von großer Bedeutung ist, um die Anforderungen des Erlasses erfüllen zu können.

Beim kommenden Vertiefungsseminar (Modul 3) werden speziell für Betreiber und Ingenieurbüros die weitergehende Regen- und Mischwasserbehandlung besprochen. Die Schwerpunktthemen sind dabei Retentionsbodenfilter, Schrägklärer sowie alternative Maßnahmen.

Heute schon vormerken:

- 5. Expertenforum RÜB am Mittwoch, 19. Februar 2020 in Stuttgart

- Betrieb von Regenüberlaufbecken (Modul 1) am Donnerstag, 23. April 2020 in Heilbronn

- Seminar (Modul 2) "Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken" am Donnerstag, 01. Oktober 2020 in Villingen-Schwenningen


Modul 3 Seminar: Spezialseminar Regen- und Mischwasserbehandlung für Betreiber und Ingenieurbüros

Donnerstag, 07. November 2019 in Stuttgart

Am 07. November 2019 fand das Seminar (Modul 3) „Regen- und Mischwasserbehandlung“ zum zweiten Mal in Stuttgart statt. Das mit 50 Teilnehmern ausgebuchte Seminar zeigt, dass nach wie vor großes Interesse an den behandelten Themen besteht.

Nachdem der Leiter und Moderator des Seminars, Dr.-Ing. Stephan Fuchs (KIT, Karlsruhe) das Seminar eröffnet hatte, präsentierte Dipl.-Ing. Bernd Haller (Regierungspräsidium Karlsruhe) die Einführung ins Thema: Regenwasserbehandlung im Mischsystem. Er betonte, dass der Emissionsnachweis in vielen Fällen durch den Immissionsnachweis abgelöst wird, und dass der Umgang mit diesem Thema in der Verantwortung der Betreiber liegt. Anschließend leitete Dr. rer. Nat. Dipl.-Ing. Ekkehard Christoffels (IBC Ingenieure, Vettweiß) die gewässerseitigen Anforderungen ab. Als weitergehende Anforderungen an den Retentionsbodenfiltern (RBF) nannte er die Reinigung von Regenwasser aus einem Trennsystem oder Mischwasser aus Regenüberlaufbecken bei einem Starkregenereignis sowie die Reinigung des Kläranlagenabflusses während einer Trockenwetterperiode.

Der zweite Teil des Seminars behandelte Retentionsbodenfilteranlagen. Als Vertreter von Dipl.-Ing. Benedikt Lambert (BIOPLAN-Landeskulturgesellschaft, Sinsheim) stellte Dr.-Ing. Fuchs die Langzeiterfahrungen mit Retentionsbodenfiltern vor. Dabei fasste er am Ende seines Vortrags sowohl den Mindestumfang an jährlicher Eigenüberwachung von Mischwasser-RBFs als auch den Mindestumfang an 10-jähriger Fremdüberwachung von Mischwasser-RBFs zusammen. Anschließend präsentierte Dr.-Ing. Fuchs die wichtigen Inhalte des DWA-Regelwerkes, DWA-A 178 (Bemessung, Bau und Betrieb von RBF). Kernaussagen sind dabei die Verbindlichkeit der Prüfung der Umsetzbarkeit, der Nachweis der Zielerreichung für mehrere Zielgrößen, sowie eine höhere Verbindlichkeit von Betriebsuntersuchungen. Abschließend stellte Heiko Kiebler (Abwasserverband Unteres Schussental, Kläranlage Eriskirch) seine Betriebserfahrung mit einem RBF vor. Er analysierte den RBF unter verschiedenen Aspekten und zog die Schlussfolgerungen, dass sich sein RBF insgesamt in einem guten Zustand befindet und weitere Untersuchungen vorgenommen werden sollten, um eine hohe Filterleistung bei einem geringen Betriebsaufwand zu ermöglichen.

Der dritte Teil des Seminars behandelte hauptsächlich Schrägklärer. Dipl.-Ing. Stefan Böhringer (Weber-Ingenieure GmbH, Pforzheim) stellte für die Hauptziele Abflussbegrenzung und Minimierung der Schmutzfrachtentlastung verschiedene klärtechnische Maßnahmen bei der Ertüchtigung bestehender Becken unter Berücksichtigung der verschiedenen Einflussmöglichkeiten vor. Dr.-Ing. Mike Kemper (ESP Stadtentwässerung Pforzheim) präsentierte auf Basis verschiedener Untersuchungen die Grundlagen der hydraulischen Optimierung mittels Schrägklärer. Er erläuterte, dass Schrägklärer eingesetzt werden können, um fehlendes Volumen zu kompensieren und die klärtechnische Leistung der Anlage zu erhöhen. Dr.-Ing. Wolfgang Kühn (LINEG, Kamp-Lintfort) berichtete von seiner Betriebserfahrung mit Schrägklärern und den Ergebnissen durch den Einsatz von Schrägklärern in Hinblick auf Konzentrations- und Frachtminderung.

Der letzte Teil des Seminars behandelte alternative Maßnahmen. Dipl.-Ing. Thomas Beeneken (itwh GmbH, Hannover) erklärte Komponenten der Abflusssteuerung und Steuerungsstrategien mit verschiedenen Beispielen und stellte am Ende die Datenbank PASST (Planungshilfe Abflusssteuerung (DWA-M 180) vor. Dr.-Ing. Tobias Morck (KIT, Karlsruhe) präsentierte die Mitbehandlung von Mischwasser auf Kläranlagen und stellte fünf verschiedene systematische Lösungen zur Reduzierung der Gesamtemissionen ins Gewässer vor.

Am Ende der Veranstaltung fasste Dr.-Ing. Fuchs die Kernaussagen der 10 Vorträge zusammen.

- Auf Grundlage einer flächendeckenden Emissionsbegrenzung; erster Schritt („gestern“): Umsetzung des Emissionsansatzes. Zweiter Schritt („heute“): Umsetzung des Immissionsansatzes. In beiden Bereichen sind Hausaufgaben zu erledigen. - Messen von Dauer und Häufigkeit ist ein sinnvoller Schritt zur Bestimmung der Entlastungsmenge und der Häufigkeit ihres Auftretens.

- RBF sind ein sehr leistungsfähiges Instrument mit breitem Anwendungsbereich. - Betriebsbegleitende Untersuchungen bestätigen das hohe Leistungspotenzial, den geringen Betriebsaufwand und die Prozessstabilität.

<Schrägklärer> - Schrägklärer sind Sedimentationsanlagen. Es gelten grundsätzlich die gleichen Anforderungen, wie für Becken ohne Einbauten. - Die Gestaltung von Zulauf- und Ableitungsbauwerken ist von entscheidender Bedeutung für die mögliche erreichbare Anlagenwirksamkeit.

- Deutliche Reduzierung von Entlastungshäufigkeit und –volumen wird ungesetzt. - Einbeziehen der Kläranlagen bietet zusätzliches Potenzial. - Steuerungstechnische und konstruktive Ansätze dienen der Minimierung unerwünschter Wirkungen.

Heute schon vormerken:

5. Expertenforum RÜB am Mittwoch, 19. Februar 2020 in Stuttgart

Schulungsangebote

Seminare

Modul 1 Seminar: Betrieb von Regenüberlaufbecken

Donnerstag, 11. April 2019 in Villingen-Schwenningen

Am 11. April 2019 fand das Seminar (Modul 1) „Betrieb von Regenüberlaufbecken“ in Villingen-Schwenningen zum 7. Mal statt. Das ausgebuchte Seminar belegt den anhaltend großen „Wissensdurst“ nach diesem Thema in Baden-Württemberg.

Unter der Moderation von Herrn Dr.-Ing. Mike Kemper (ESP Stadtentwässerung Pforzheim) begann das Programm mit dem Vortrag von Frau Annegret Heer (UM) zum Thema „Ziele und Rahmenbedingungen der Mischwasserbehandlung“ aus der Sicht des Landes Baden-Württemberg. Darin erklärte sie den am 02.07.2018 gekommenen Erlass „Messen an RÜB“ ausführlich. Im Anschluss vermittelte Herr Dr.-Ing. Kemper dem Teilnehmerkreis die fachlichen Grundlagen und sprach Empfehlungen für den Betrieb von Regenüberlaufbecken aus. Als Grundlage hierfür diente der Praxisleitfaden „Betrieb von Regenüberlaufbecken“ 2. Auflage 2018. Er betonte, dass die Umwandlung von Emissionsbetrachtung zu Immissionsbetrachtung sehr wichtig sei. Zudem schlug er vor, die Eigenkontrollverordnung (EKVO) zu aktualisieren.
Das Nachmittagsprogramm startete mit dem Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Lieb (Lieb Ingenieurberatung, Mühlacker) mit dem Thema „Messen an Regenüberlaufbecken – Beispiele aus der Praxis“. Am Ende fasste er zusammen, dass eine systematische Auswertung der Messdaten für einen erfolgreichen Gewässerschutz notwendig ist. Er stellte auch das neue Portal „RÜB Betrieb“ als Nachfolger des bisherigen DWA-Excel-Tools vor.
Das Seminar schloss mit der Vorstellung von Betriebsstrategien aus der Praxis durch Herrn Alexander Augustin (ESP Stadtentwässerung Pforzheim). Er stellte Besonderheiten des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Pforzheim dar und betonte in seiner Schlussfolgerung als Optimierungsziel die Verminderung der Entlastung ins Gewässer. Dafür ist eine Gesamtsystembetrachtung erforderlich.
Fazit: Die Teilnehmer zeigten besonders großes Interesse an ausführlichen Informationen zum Erlass. Die Seminarinhalte stießen wieder auf positive Resonanz.

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Seminar (Modul 2) „Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken“

Mittwoch, 18. Juli 2019 in Heilbronn

Neben dem Grundlagenseminar „Betrieb von Regenüberlaufbecken“ wurden zwei weitere Seminare zur Vertiefung von Teilaspekten in das Veranstaltungsprogramm RÜB aufgenommen. Davon fand am 18.07.2019 in Heilbronn die Veranstaltung „Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken“ zum zweiten Mal statt. Das Seminar spiegelt das große Interesse sowie die Dringlichkeit des Themas in Baden-Württemberg wieder. Zielgruppe waren Betreiber, Ingenieurbüros, Planer, Ausrüster sowie Kommunen.

In diesem Seminar wurden ausschließlich die Themen Mess- und Fernwirktechnik auf der Grundlage des Leitfadens „Regenbecken im Mischsystem – Messen, Bewerten und Optimieren“ behandelt.

Moderiert und geleitet wurde das Seminar von Dipl.-Ing. Ulrich Haas (InfraConsult Gesellschaft für Infrastrukturplanung mbH, Stuttgart), der Ziele, Bauwerke der Regen- und Mischwasserbehandlung sowie die integrale Abflusssteuerung erläuterte.

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Fromm (RP Tübingen) vermittelte die Grundlagen des Wasserhaushaltsgesetzes, die Erlaubnis für die Einleitung von Abwasser ins Gewässer und die Überlegungen zur Beckenbewirtschaftung. Er stellte fest: Außenstationen sind zentral wichtig für die Gewässerökologie. Zudem ist ausreichend qualifiziertes Personal erforderlich.

Dipl.-Ing. Wolfgang Lieb (Wolfgang Lieb Ingenieurberatung, Mühlacker) präsentierte detailliert das Thema „Vertiefung im Umgang mit Messdaten“ insbesondere Messdatenerfassung, Grenzen für die RÜB-Protokollierung sowie den Betrieb von Rührwerken und Entleerung der Becken im Nebenschluss. Er erläuterte am Ende das neu entwickelte Online-Portal „RÜB-Betrieb“ ausführlich.

Dipl.-Ing. Stefan Pfeffer und Andreas Mairon (UFT Umwelt- und Fluid-Technik, Dr. H. Brombach GmbH, Bad Mergentheim) stellten verschiedene Verbindungsart an der Fernwirktechnik sowie den Vergleich der Kosten und der Verfügbarkeit vor, präsentierten die Funktionen des Prozessleitsystems und wiesen sie auf die Auswahlhilfe bei der Systemauswahl hin. Im Anschluss erlebten die Teilnehmer das Prozessleitsystem live.

Dipl.-Ing. Ulrich Haas erklärte die Verfahrens- und Steuerbeschreibung an Regenbecken von den Randbedingungen bis zu den zahlreichen praktischen Beispielen ausführlich und betonte, wie wichtig die Steuerbeschreibung für den Betrieb der Regenbecken ist.

Anschließend präsentierte Dr.-Ing. Rainer Maaß (HST TB Mitte-Süd, Aarbergen) ausführlich über die Modernisierung von Außenstationen aus globaler Sicht. Damit werden folgende Ziele verfolgt, genauere Erfassung von Einstau- und Entlastung, automatischer Betrieb mit Datenanalyse und Protokollierung, zuverlässige Technik, Vernetzung mit anderen Objekten, IT-Sicherheit und vorausschauende und dynamische Bewirtschaftung.

Der letzte Programmpunkt beinhaltete 3 Praxisbeispiele:

Dipl.-Ing. Georg Scholz (Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU)) stellte die Einführung eines neuen Prozessleitsystems bei seinen Entsorgungsbetrieben aus eigener Erfahrung vor. Nach der ausführlichen Erklärung der einzelnen Schritte und der Ziele fasste er zusammen, dass die Erneuerung des Prozessleitsystems eine Vielzahl detaillierter Informationen aus dem Abwassernetz und den Anlagen bringt und bei einem anwenderorientierten Aufbau die tägliche Arbeit erheblich erleichtert.

Anschließend präsentierte Dipl.-Ing. Heike Weißer (Universitätsstadt Tübingen) die Messtechnik an Regenüberlaufbecken von der Veranlassung der Ausstattung der Messtechnik bis hinzu Betrieb und Wartung am Beispiel der Universitätsstadt Tübingen Schritt für Schritt.

Zum letzten Vortrag erklärte Dipl.-Ing. Nina Uibelhör (Entsorgungsbetrieben der Stadt Heilbronn) detailliert den Neubau eines Mess- und Drosselschachtes anlässlich Erstellung eines funktionstüchtigen Drosselbauwerks zur optimalen Beckenbewirtschaftung. Als Zukunftsvision nannte sie den Einsatz einer Abflusssteuerung.

Am Ende des Seminars wurde der am 02. Juli 2018 veröffentlichte Erlass „Messen an RÜB“ mit den Teilnehmern diskutiert. Die Teilnehmer bestätigten, dass dieses Seminar weiterhin von großer Bedeutung ist, um die Anforderungen des Erlasses erfüllen zu können.

Beim kommenden Vertiefungsseminar (Modul 3) werden speziell für Betreiber und Ingenieurbüros die weitergehende Regen- und Mischwasserbehandlung besprochen. Die Schwerpunktthemen sind dabei Retentionsbodenfilter, Schrägklärer sowie alternative Maßnahmen.

Heute schon vormerken:

- 5. Expertenforum RÜB am Mittwoch, 19. Februar 2020 in Stuttgart

- Betrieb von Regenüberlaufbecken (Modul 1) am Donnerstag, 23. April 2020 in Heilbronn

- Seminar (Modul 2) "Mess- und Fernwirktechnik an Regenbecken" am Donnerstag, 01. Oktober 2020 in Villingen-Schwenningen


Modul 3 Seminar: Spezialseminar Regen- und Mischwasserbehandlung für Betreiber und Ingenieurbüros

Donnerstag, 07. November 2019 in Stuttgart

Am 07. November 2019 fand das Seminar (Modul 3) „Regen- und Mischwasserbehandlung“ zum zweiten Mal in Stuttgart statt. Das mit 50 Teilnehmern ausgebuchte Seminar zeigt, dass nach wie vor großes Interesse an den behandelten Themen besteht.

Nachdem der Leiter und Moderator des Seminars, Dr.-Ing. Stephan Fuchs (KIT, Karlsruhe) das Seminar eröffnet hatte, präsentierte Dipl.-Ing. Bernd Haller (Regierungspräsidium Karlsruhe) die Einführung ins Thema: Regenwasserbehandlung im Mischsystem. Er betonte, dass der Emissionsnachweis in vielen Fällen durch den Immissionsnachweis abgelöst wird, und dass der Umgang mit diesem Thema in der Verantwortung der Betreiber liegt. Anschließend leitete Dr. rer. Nat. Dipl.-Ing. Ekkehard Christoffels (IBC Ingenieure, Vettweiß) die gewässerseitigen Anforderungen ab. Als weitergehende Anforderungen an den Retentionsbodenfiltern (RBF) nannte er die Reinigung von Regenwasser aus einem Trennsystem oder Mischwasser aus Regenüberlaufbecken bei einem Starkregenereignis sowie die Reinigung des Kläranlagenabflusses während einer Trockenwetterperiode.

Der zweite Teil des Seminars behandelte Retentionsbodenfilteranlagen. Als Vertreter von Dipl.-Ing. Benedikt Lambert (BIOPLAN-Landeskulturgesellschaft, Sinsheim) stellte Dr.-Ing. Fuchs die Langzeiterfahrungen mit Retentionsbodenfiltern vor. Dabei fasste er am Ende seines Vortrags sowohl den Mindestumfang an jährlicher Eigenüberwachung von Mischwasser-RBFs als auch den Mindestumfang an 10-jähriger Fremdüberwachung von Mischwasser-RBFs zusammen. Anschließend präsentierte Dr.-Ing. Fuchs die wichtigen Inhalte des DWA-Regelwerkes, DWA-A 178 (Bemessung, Bau und Betrieb von RBF). Kernaussagen sind dabei die Verbindlichkeit der Prüfung der Umsetzbarkeit, der Nachweis der Zielerreichung für mehrere Zielgrößen, sowie eine höhere Verbindlichkeit von Betriebsuntersuchungen. Abschließend stellte Heiko Kiebler (Abwasserverband Unteres Schussental, Kläranlage Eriskirch) seine Betriebserfahrung mit einem RBF vor. Er analysierte den RBF unter verschiedenen Aspekten und zog die Schlussfolgerungen, dass sich sein RBF insgesamt in einem guten Zustand befindet und weitere Untersuchungen vorgenommen werden sollten, um eine hohe Filterleistung bei einem geringen Betriebsaufwand zu ermöglichen.

Der dritte Teil des Seminars behandelte hauptsächlich Schrägklärer. Dipl.-Ing. Stefan Böhringer (Weber-Ingenieure GmbH, Pforzheim) stellte für die Hauptziele Abflussbegrenzung und Minimierung der Schmutzfrachtentlastung verschiedene klärtechnische Maßnahmen bei der Ertüchtigung bestehender Becken unter Berücksichtigung der verschiedenen Einflussmöglichkeiten vor. Dr.-Ing. Mike Kemper (ESP Stadtentwässerung Pforzheim) präsentierte auf Basis verschiedener Untersuchungen die Grundlagen der hydraulischen Optimierung mittels Schrägklärer. Er erläuterte, dass Schrägklärer eingesetzt werden können, um fehlendes Volumen zu kompensieren und die klärtechnische Leistung der Anlage zu erhöhen. Dr.-Ing. Wolfgang Kühn (LINEG, Kamp-Lintfort) berichtete von seiner Betriebserfahrung mit Schrägklärern und den Ergebnissen durch den Einsatz von Schrägklärern in Hinblick auf Konzentrations- und Frachtminderung.

Der letzte Teil des Seminars behandelte alternative Maßnahmen. Dipl.-Ing. Thomas Beeneken (itwh GmbH, Hannover) erklärte Komponenten der Abflusssteuerung und Steuerungsstrategien mit verschiedenen Beispielen und stellte am Ende die Datenbank PASST (Planungshilfe Abflusssteuerung (DWA-M 180) vor. Dr.-Ing. Tobias Morck (KIT, Karlsruhe) präsentierte die Mitbehandlung von Mischwasser auf Kläranlagen und stellte fünf verschiedene systematische Lösungen zur Reduzierung der Gesamtemissionen ins Gewässer vor.

Am Ende der Veranstaltung fasste Dr.-Ing. Fuchs die Kernaussagen der 10 Vorträge zusammen.

- Auf Grundlage einer flächendeckenden Emissionsbegrenzung; erster Schritt („gestern“): Umsetzung des Emissionsansatzes. Zweiter Schritt („heute“): Umsetzung des Immissionsansatzes. In beiden Bereichen sind Hausaufgaben zu erledigen. - Messen von Dauer und Häufigkeit ist ein sinnvoller Schritt zur Bestimmung der Entlastungsmenge und der Häufigkeit ihres Auftretens.

- RBF sind ein sehr leistungsfähiges Instrument mit breitem Anwendungsbereich. - Betriebsbegleitende Untersuchungen bestätigen das hohe Leistungspotenzial, den geringen Betriebsaufwand und die Prozessstabilität.

<Schrägklärer> - Schrägklärer sind Sedimentationsanlagen. Es gelten grundsätzlich die gleichen Anforderungen, wie für Becken ohne Einbauten. - Die Gestaltung von Zulauf- und Ableitungsbauwerken ist von entscheidender Bedeutung für die mögliche erreichbare Anlagenwirksamkeit.

- Deutliche Reduzierung von Entlastungshäufigkeit und –volumen wird ungesetzt. - Einbeziehen der Kläranlagen bietet zusätzliches Potenzial. - Steuerungstechnische und konstruktive Ansätze dienen der Minimierung unerwünschter Wirkungen.

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